Landeskader U15 Mittelfranken 2021/22

für Leichtathleten des Jahrgangs 2008 & 2009

Liebe Sportfreunde,

Wie in den letzten Jahren führt der BLV-Bezirk Mittelfranken auch 2021 eine Talentiade für den E-Kader durch.

Im E- Kader sollen die besten Jugendlichen der AK13&14 gefördert werden. Wichtig dabei ist jedoch keine herausragende Bestleistung in einer speziellen Disziplin, sondern Vielseitigkeit in den Bereichen Sprint, Wurf, Sprung und Lauf. Ziel der E-Kader-Förderung ist es, über eine regelmäßige Zusammenarbeit mit ausgewählten Athleten und ihren Heimtrainern unterstützend auf deren Training einzuwirken.

Michael Tarczewski holt sich in der AK M14 den 3. Platz im Neunkampf bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften /  Nils Kremling wird in der AK mU18 5. Deutscher Zehnkampfmeister
 
Auch die mittelfränkischen Mehrkämpfer und Mehrkämpferinnen sind nach den Einzelmeisterschaftern nun bei „ihren“ Meisterschaften sehr erfolgreich gewesen.
Die Deutschen Meisterschaften 2021 im Mehrkampf, ohnehin immer eine Parade-disziplin bei den Deutschen Leichtathleten, fanden am 20.08.2021 – 22.08.2021 in Wesel in Nordrhein-Westfalen statt.

Liebe Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer, Kampfrichterinnen und Kampfrichter,

leider müssen wir bei den mittelfränkischen 10 km Straßenlaufmeisterschaften nochmals umplanen. Nachdem die ursprüngliche Meisterschaft im Rahmen der Rother Kärwa nicht durchführbar war, hofften wir am 3.10. alternativ eine mittelfränkische 10 km Meisterschaft in Erlangen anbieten zu können. Unglücklicherweise hat sich dieser Plan zerschlagen. Doch am Wochenende hat sich Willi Wahl kurzfristig bereit erklärt die Durchführung zu übernehmen.

Auch die Süddeutschen Meisterschaften/Teil II der AK U23 und U16 („Teil I/Aktive und U18 fand eine Woche vorher in Walldorf statt) war für mittelfränkische Sportler und Sportlerinnen eine kleine Erfolgsstory – vor allem, weil sie in den bayerischen Sommerferien stattfanden und dann doch der eine oder andere aus Feriengründen nicht daran teilnahm.

Luisa Frehner vom TSV 1860 Ansbach lief in der AK W15 über 2.000m ein beherztes Rennen und gewann hier mit einer sehr guten Zeit von 7:02.91 min. den Süddeutschen Meistertitel.  Die lange Wettkampfsaison dieses Jahres verlangte nach einer guten Dosierung des Trainings. Langstrecklerin Luisa Frehner vom TSV Ansbach hatte in den vergangenen Wochen auch alternativ trainiert um eine Überlastung zu vermeiden. Nach viel Kraft- und Ausdauertraining im Schwimmbad und wenig Belastung auf der Laufbahn nahm sich die 15-jährige für die Süddeutschen Meisterschaften vor im 2000-Meter-Lauf nicht für Tempo zu sorgen sondern anfangs mitzulaufen und dann mit ihrem starken Finish die Podestplätze anzugreifen. Als sich nach der ersten Runde eine Vierergruppe vom Feld löste, war Frehner aufmerksam mit dabei. Nach 1200 Metern forcierte die Ansbacherin das Tempo etwas und eingangs der letzten Runde begann ihr Antritt. Nur eine Läuferin konnte folgen. 250 m vor dem Ziel eröffnete Luisa Frehner dann den Zielsprint und löste sich noch deutlich von der letzten Konkurrentin. Neue Bestleistung in 7:02,91 Minuten und der ungefährdete Süddeutsche Meistertitel waren der Lohn für eine kluge Vorbereitung und eine perfekt umgesetzte Taktik.

Parallel zu den Deutschen Meisterschaften in Markt Schwaben wurden die Süddeutschen Meisterschaften für Männer/Frauen und die AK U18 in Walldorf durchgeführt.
Auch hier konnten die mittelfränkischen Sportler überzeugen – 8 x unter den ersten 3 und insgesamt 3 Süddeutsche Meistertitel.
Sehr erfolgreich hier das Team der LG Erlangen, die neben 2 Süddeutschen Meistertiteln noch einige Sportler/Sportlerinnen unter die ersten 10 platzieren konnten.

Leonie Schinko holt sich hier den Titel in der W15
 
Der BLV Mittelfranken feiert nach Nils Kremling die 2. Deutsche Meisterschaft eines/einer mittelfränkischen Sportlerin – nämlich: Leonie Schinko vom TSV Dinkelsbühl gewinnt in der AK W15 den Deutschen Meistertitel im Block Sprint/Sprung mit einer tollen Punktzahl von 2.752 Punkten.

Begonnen hat alles im Hürdensprint – mit einer Zeit von 12.03 sec. über 80m Hürden kam sie gut in den Wettkampf hinein und positionierte sich gleich auf Platz 2.
In der darauffolgenden Disziplin Speerwurf ließ sie den Speer gleich auf eine persönliche Bestleistung von 33.76 m fliegen und auch im nachfolgenden Weitsprung lieferte sie trotz der schwierigen Windverhältnisse für alle Athleten mit 5.04 m eine sehr gute Leistung ab. Nach dem 100m Lauf mit einer Zeit von 13.26 sec. befand sie sich immer noch auf Platz 2 und es kam zum Showdown im Hochsprung. Hier gab es jedoch ein Problem für Leonie: sie musste 3 Höhen höher springen als die vor ihr Liegende, um Deutsche Meisterin zu werden. Sie bewies hier wirklich starke Nerven, sprang 1.55 m, somit 12 cm als die bis dahin Führende und erkämpfte sich somit im wahrsten Sinne den Deutschen Meistertitel.

Wenn man etwas über mittelfränkische Leichtathleten nachdenkt, die in Tokio 2020 hätten starten können, kommt man tatsächlich auf eine schöne Zahl, die dabei sein hätten können:

Martin Grau (3.000m Hindernis) – Patrick Schneider (400 m) – Amelie Sophie Lederer (100 m)

So viele Leichtathleten gab es in den letzten Jahren nicht, die dabei sein hätten können. Aber da gibt es ja noch die Wortkombination „hätten sein können“.

Martin Grau, unser 3.000 m Hindernis-Läufer aus Höchstadt/Aisch, 2 maliger Deutscher Meister und 2 x maliger Vizemeister über 3.000m Hindernis und WM-Teilnehmer in Doha, mittlerweile startend für den Erfurter LAC, kam dieses Jahr nicht so Richtung in Schwung und musste anderen die Chance geben, in Tokio zu starten.

Tolle Ergebnisse anlässlich der Deutschen Meisterschaften 2021 von der Ostsee

Männliche Jugend
Ein Mehrkämpfer konnte sich über 400 Meter der U18 durchsetzen: Nils Kremling von der LG Landkreis Roth zeigte auf der Stadionrunde das beste Finish und sprintete in starken 48,16 Sekunden zum Titel und zur neuen deutschen Jugend-Jahresbestleistung. Neben dieser Topleistung über 400m, mit der Nils sich zum Deutschen Jugend-U18-Meister kürte, startete er auch im Weitsprung und sprang zum 2. Mal in seiner Weitsprungkarriere mit 7.04 m über 7 m zum 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften.
Glückwunsch hier an Nils Kremling und seinem Trainer Christian Gussner !!
 

Am 26. und 27. Juni fanden die diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Altersklassen U14 und älter in Herzogenaurach statt. Bei bestem Wetter konnten sich unter strengen Corona-Auflagen insgesamt 285 Teilnehmende um die Mittelfränkischen Meistertitel kämpfen.

Einen sehr starken Wettkampf zeigte Jakob Kemminer vom TSV Ochenbruck in der M14, der ungefährdet drei Bezirkstitel gewinnen konnte. Mit über einer Sekunde Vorsprung gewann er die 80 m Hürden in 11,63 s und führt damit nun auch die Bayerische Bestenliste an.  Im Hochsprung übersprang er die 1,67 m eine neue Bestleistung und gewann damit ebenfalls. Den „Hattrick“ perfekt machte Jakob in seiner Paradedisziplin, dem Weitsprung, den er entsprechend seiner deutlichen Führung in der Bayerischen Bestenliste auch bei den Mittelfränkischen Meisterschaften mit 6,41 m dominierte.

Eine ebenfalls herausragende Leistung im Weitsprung gelang Nils Kremling von der LG Landkreis Roth in der mU18. Er steigerte seine Bestleistung auf 7,12 m und kann sich damit berechtigte Hoffnungen auf eine Top-Platzierung bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock am 31.07. machen. Als Vorbereitung für die 400 m, bei denen der Mehrkämpfer bei den Deutschen Meisterschaften ebenfalls sehr gute Aussichten auf eine Medaille hat, startete Nils zudem noch über 200 m und siegte hier mit über 2 s Vorsprung in einer Zeit von 22,47 s.